EC – Favoriten triumphieren. Deutschland bleibt hinter den Erwartungen zurück

Mit lautem rhythmischen Trommeln und tanzenden Teilnehmer  werden die Sieger geehrt und im Anschluss beim groß angelegten gemeinsamen Abschlussessen gefeiert. So ging er zu Ende, der bis jetzt wohl fabelhafteste Europacup im Indoor-Tamburello. Mit viel Einsatzgeist und Leidenschaft haben es die Katalanen in Barcelona geschafft, diese bereits 21. internationale Meisterschaft unvergesslich zu gestalten.

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19 Mannschaften aus 8 europäischen Ländern lieferten sich über 3 Tage spannende Duelle und kämpften um jeden Ball. Für die Deutschen Teams aus Dresden (Damen) und Köln (Herren) war leider durch die sehr harte Gruppenphase schon in der Vorrunde Schluss. Die sächsischen Frauen mussten sich den späteren Turniersiegern aus Sabbionara (Italien), Les Pennes Mirabeau (Frankreich) und den ehrgeizigen Gastgebern aus Katalonien geschlagen geben. 1724012_602830489785472_1463151014_n In den dann anschließenden Platzierungsspielen ließ Trainer László Hadas den Nachwuchsspielerinnen Patricia Brock und Sophie Rauh (beide erst 15 Jahre alt) den Vorrang, damit erste Turniererfahrungen gesammelt werden konnten. In einem mehr als knappen Spiel holten sich die Dresdnerinnen trotz 12:13 Niederlage einen Punkt und besiegten später die zweite Heimmannschaft (Farola) mit 13:10 und sicherten sich so den 7. Platz.

Die ungarischen Damen aus Budapest zogen nach einem grandiosen Sieg im Halbfinale über Poussan (Frankreich) zum zweiten Mal ins Endspiel ein, wo sie dann aber leider deutlich den Profis aus Sabbionara unterlagen.

1654222_602827326452455_670682689_nBei den Deutschen Herren fehlte jedoch nur eine Haaresbreite zum Einzug in die Endrunde. In einem dramatischen Spiel gegen Katalonien (INEF) kämpften beide Teams bis zum letzten Punkt. Den entscheidenden Satzball konnte sich dennoch die Heimmannschaft sichern und ins Viertelfinale einziehen. Am Ende reichte es für die Dom-Städter zum 8. Platz in der Gesamtwertung.

Im actionreichen Finalspiel besiegten die Herren aus Florensac (Frankreich) verdient den italienischen Meister aus Ragusa mit 13:5. Danach brachen alle Dämme und Fans samt Spielern feierten ein großartiges Turnier mit sehr herzlichen Gastgebern und einem sehr bunten und abwechslungsreichen Rahmenprogramm.

1656015_602829633118891_250611832_nGanz ohne Titel ging Deutschland jedoch nicht aus. David Sobiella, kurzfristig als Schiedsrichter eingesprungen, holte sich sehr verdient den Pokal für den besten Referee. Durch seine sehr souveränen Fallentscheidungen und die professionelle Spielführung glänzte der sonst so spielverrückte Dresdner an der Seitenlinie.Für den kommenden Europacup möchte er jedoch wieder auf dem Feld stehen, da der internationale Verband sehr an der sächsischen Landeshauptstadt als Austragungsort für 2015 interessiert ist.

Die Platzierungen des 21. Europacup in Barcelona im Überblick:

Männer

1. Florensac Tambourin (FRA)
2. Ragusa ASD (ITA)
3. TC Les Pennes Mirabeau (FRA)
4. Fulgur Bagnacavallo (ITA)
5. Farola CT (CAT)
6. CE INEF Barcelona (CAT)
7. Tamburello Granada (SPA)
8. Tamburello Köln TPSK (GER)
9. Tambour Galloway (SCO)
10. Tambour Cambridge (ENG)

Frauen

1. ASDT Sabbionara (ITA)
2. Tamburello Budaörsi SC (HON)
3. AEDEN Santa Giusta (ITA)
4. US Poussan Tambourin (FRA)
5. CE INEF Barcelona (CAT)
6. TC Pennes Mirabeau (FRA)
7. Tamburello Dresden (GER)
8. Farola CT (CAT)
9. Tambour Galloway (SCO)

Alle Spiele und Informationen rund um den EC in Barcelona nochmal im Überblick auf http://eurotambori2014.clubinefbcn.cat/