Dresdner Beispiel als Modell für Deutschland

DSC_067018 Montate ist es her, seitdem mit der Spielvereinigung Löbtau ein zweiter Dresdner Verein seine Pforten für Tamburello-Spieler geöffnet hat. Mit dem Weggang des ehemaligen stellvertretenden Abteilungsleiter vom SV Sachsenwerk, wandten sich auch einige routinierte Sportler dem neuen Team zu und kehrten der Werksmannschaft den Rücken. Das dies nicht ohne Reibereien und Sticheleien abläuft, ist weitläufig bekannt. Dennoch haben es beide Vereine geschafft, sich auf einer sportlich fairen Ebene zu treffen und den Vorteil eher in der Verbreiterung des Tamburello in Dresden zu sehen. Doch mit der Zeit scheint auch in den Köpfen der Dresdner Spieler und Verantwortlichen eine Spaltung fortzuschreiten. Bei den regelmäßigen Freundschaftsspielen lässt sich eine sichtbares Konkurrenzdenken kaum noch leugnen und auch neben dem Platz sind die Überschneidungen seltener geworden.

DSC_0839„Vorhersehbar und logisch“ kann man argumentieren, denn Trennungen schaffen kaum neue Freundschaften. Wo sportlicher Ehrgeiz im Vordergrund steht, ist der Konkurrenzgedanke nicht weit. Auf lange Sicht gesehen, kann es den beiden Vereinen jedoch nur gut tun, nahe Gegenspieler zu haben, um sich so gegen-seitig zu Höchstleistungen zu treiben.

Fakt ist, dass es der Deutsche Tamburello in anderen Städten verpasst hat, eben diesen Schritt einer Trennung zu wagen. Zum einen wegen personellem Notstand, zum anderen aber auch aus purem Mangel an ambitionierten Führungspersönlichkeiten in den Vereinen. Doch gerade der Aufbau regional naher Abteilungen gestaltet sich wesentlich einfacher, als die Rekrutierung von Sportakteuren in der Ferne. So entwickelt sich nun die Szene des Tamburello in Deutschland sehr langsam und unstetig. Dies macht das ganze Gefüge des Sports im Bundesgebiet so sensibel. Durch den Wegfall nur einer Mannschaft durch Krankheit beispielsweise, gestaltet sich die Plaunung des Hauptrundenturnier einer Deutschen Indoor Meisterschaft durch die geringe Zahl der Teilnehmer sehr problematisch. Ganz abgesehen von der damit verbundenen negativen Medienwirkung nach außen.

So bleibt nur zu hoffen, dass es in der Zukunft einige Mutige geben wird, die sich am Dresdner Beispiel orientieren. Das setzt natürlich ein ähnlich großes Engagement im der Abteilungsarbeit voraus, sowie es in Dresden der Fall ist.

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