Alte Meister mit neuer Konkurrenz

Am Ende war alles beim Alten. Köln dominiert bei den Herren und die Dresdner Damen marschieren wieder zum Meistertitel. Dennoch hatte die bereits 5. Deutsche Indoor Meisterschaft weitaus mehr zu bieten, als die Ergebnisse es scheinen lassen.

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Dieses Jahr kam die Meisterschaft endlich in die Bundeshauptstadt Berlin. In einer Halle des bekannten Veranstaltungsortes, dem Velodrom, trafen sich an diesem Wochenende die Verbandsmannschaften aus mittlerweile 10 Vereinen. Neu dabei waren die Teams aus Münster und Fallersleben. Beide Städte traten mit jeweils einem Männer- und einem Damenteam an. Somit kämpften 7 Frauen- und 8 Herrenmannschaften um den Titel des Deutschen Meisters.

IMG_4103Die Frauen aus der sächsischen Landeshauptstadt zeigten in keinem Spiel Nerven und konnten auch im Finale gegen die erstmalig als eigenständige Mannschaft auftretenden Hannoveranerinnen (letztjährig noch als Spielgemeinschaft mit Berlin angetreten) souverän aufspielen und gewannen so zum 5. Mal in Folge den Meisterpokal. Die Newcomer vom letzten Jahr aus Rostock erstaunten die Konkurrenz durch eine neu gewonnene Spielhungrigkeit und glänzten mit starken Bällen und einer Motivation, die sie bis ins Spiel um Platz 3 trug, wo sie dann zur Krönung in einem hart umkämpften Spiel die Heimmannschaft aus Berlin schlugen.

Bei den Herren gerieten die Kölner dieses Jahr erst im Finalspiel ins Schwitzen. Durch einen verdienten Vorrundensieg der Mannschaft aus Osnabrück (Bild unten) gegen die schwer ins Spiel findenden Dresdner, setzte sich dieses Jahr das Finale anders zusammen als gewohnt. Jedoch richtig unter Druck gesetzt wurden die Kölner nur in den ersten Sätzen. Nach einem 1:4 Rückstand kamen die Domstädter von Satz zu Satz besser ins Spiel, sodass der Sieg für sie am Ende (13:6) unausweichlich war. Im Spiel um den 3. Platz gaben sich die Dresdner keine Blöße mehr und bezwangen die nervös aufspielenden Youngstars aus Hamburg deutlich mit 13:3. Dennoch stellt der verpasste Finaleinzug für die Sachsen einen heftigen Denkzettel dar. „Wir haben es einfach versäumt, unser Spiel umzustellen und auf die teils ungewöhnliche, aber effektive Spielweise der Osnabrücker zu reagieren.“ sagt Philipp Bahner, Kapitän der Dresdner.

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Was den Sachsen jedoch auch nicht zu Gute kam, war das etwas unorthodoxe Turniersystem dieser Meisterschaft. So gab es dieses Jahr keine Halbfinalspiele, sondern nur Platzierungspartiien im Anschluss an die Vorrunde. Dies stieß neben dem ausgelagerten 2. Spielfeld auf viel Unmut bei den Teilnehmern.

Ein Termin für das nächste Meisterschaftsturnier steht noch nicht, jedoch gilt Hamburg als heißer Favorit als Austrägern für 2015.

 

Die Spiele im Überblick:

Vorrunde Männer

Dresden 7 – 0 RostockIMG_4276
Hamburg 7 – 5 Berlin
Dresden 7 – 1 Fallersleben
Köln 7 – 3 Münster
Dresden 5 – 7 Osnabrück
Berlin 2 – 7 Köln
Hamburg 7 – 5 Münster
Berlin 4 – 7 Münster
Köln 7 – 0 Hamburg
Fallersleben 2 – 7 Osnabrück
Rostock 3 – 7 Fallersleben
Osnabrück 7 – 6 Rostock

Gruppe A

1. Köln 9 – 0
2. Hamburg 6 – 3
3. Münster 3 – 6
4. Berlin 0 – 9

Gruppe B

1. Osnabrück 8 – 1
2. Dresden 6 -3
3. Fallersleben 3 – 6
4. Rostock 1 -8

Finalrunde

Platz 3 Dresden 13 – 3 Hamburg

Platz 1 Köln 13 – 6 Osnabrück

 

Vorrunde Damen

Köln 1 – 7 Münster IMG_4432
Dresden 7 – 3 Münster
Rostock 7 – 4 Köln
Dresden 7 – 0 Rostock
Rostock 7 – 3 Münster
Dresden 7 – 0 Köln
Fallersleben 0 – 7 Berlin
Hannover 7 – 2 Fallersleben
Berlin 4 – 7 Hannover

Gruppe A

1. Dresden 9 – 0
2. Rostock 6 – 3
3. Münster 3 -6
4. Köln 0 – 9

Gruppe B

1. Hannover 6 -0
2. Berlin 3 – 3
3. Fallersleben 0 – 6

Finalrunde

Platz 3 Rostock 13 – 10 Berlin

Platz 1 Dresden 13 – 5 Hannover

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